Das Abschlusskonzert 2009


„Unser Gast ist der erste Preisträger“, hatte Walburga Soergel kurz vor Konzertbeginn gestrahlt. Der zweite Gast der Überlinger „Rotary“-Familie, Indrek aus Estland, sei „leider nach der ersten Wettbewerbsrunde ausgeschieden, obwohl auch er fantastisch spielt“. Weil das Niveau sehr hoch war beim Bodensee-Musikwettbewerb (BMW), sei die Bewertung sehr schwer gewesen, weiß sie aus der Nachbesprechung der drei Fach-Juroren. Ihre Überzeugung, dass dies „eine subjektive Sache“ ist, teilt auch die zehnjährige Johanna von Bleichert aus Owingen, die seit vier Jahren Cello-Unterricht hat. „Ich habe zwei aufgeschrieben, aber ich fand eigentlich alle drei ganz toll“, erklärt sie zwischen Konzert und Preisverleihung gegenüber dem SÜDKURIER.

„Herrlich, herrlich war das. Da hat die Jury schon richtig bewertet“ resümieren einige Zuhörer. „Der zweite spielt fantastisch, aber mit dem ersten gibt's noch eine Steigerung. Der 17-jährige Dritte ist noch in einem anderen Stadium – aber oh, Mann, da steckt Potenz drin!“

„Die Liebe zur Musik braucht immer Mut, andere daran teilhaben zu lassen“, übermittelte Jörg Stocker als Vize-Präsident des Rotary-Clubs Überlingen die Grußworte der Schirmherrin Annette Schavan, Bundesministerin für Bildung und Forschung. Stocker stellte das humanistische Engagement der rotarischen Freunde vor und erfreute mit der Botschaft, dass das aus der Taufe gehobene, künftig alle zwei Jahre ausgetragene Projekt „Bodensee Musikwettbewerb“ auf die Dauer der nächsten zehn Jahre finanziert sei.

Nach dem inspirierenden Preisträger-Konzert (siehe Bericht rechts) erfreuten die vom Publikum umjubelten drei jungen Protagonisten mit solistischen Zugaben, die mit Hendrik Blumenroth in eine herrliche Gigue aus Bachs vierter Suite gipfelten.

Quelle: Südkurier, Gabi Rieger